2006-04-10 Lemnitzsanierung - Hochwasserschutz - Kurparkerweiterung
Vor fünf Jahren wurde für die Sanierung der Lemnitz zwischen „Weißer Brücke“ und Parkplatz „Ardesia-Therme“ eine Planung in Auftrag gegeben, um einen wirksamen Hochwasserschutz in Richtung „Ardesia-Therme“ zu gewährleisten und beim damals geplanten und inzwischen realisierten Ausbau der alten Parkstraße planerische Voraussetzungen für die Stützmauersicherung in Richtung Bach zu schaffen. Nach Fertigstellung der Planung wurde beim staatlichen Umweltamt Gera ein Förderantrag gestellt und seit fünf Jahren mit teilweise geforderten Planungsänderungen kontinuierlich Jahr für Jahr wiederholt. Erst Anfang 2006 wurde die Förderung in Aussicht gestellt und Ende April/Anfang Mai soll der Förderbescheid vorliegen. Die Sanierungsmaßnahme umfasst mit den städtischen Eigenmitteln etwa 214.000,00 Euro, soll Ende Juli beginnen und noch in diesem Kalenderjahr abgeschlossen werden. Das jetzige Bachbett direkt an der Stützmauer wird um etwa drei bis vier Meter in Richtung Bahndamm verschoben und mit einem klassischen Trapezprofil neu angelegt. Die Stützmauer der alten Parkstraße, für welche keine gesicherte Statik vorliegt, wird angeschüttet und damit entlastet. Die Zufahrtsbrücke zur ehemaligen Konsumbäckerei wird abgerissen und zu einem späteren Zeitpunkt - je nach finanziellen Möglichkeiten - an der „Weißen Brücke“ ein Fußgängerübergang in Richtung Kurparkerweiterung geschaffen. Bei den Erdarbeiten wird entlang des Lemnitzverlaufs ein Hochwasserdamm erstellt, der etwas höher als das Einlaufbauwerk der Parkplatzunterführung ist. Falls extreme Wassermassen anfallen, was leider immer wahrscheinlicher wird, und der Durchlass unter dem Parkplatz der Therme nicht mehr ausreicht, überflutet die Lemnitz zwangsläufig nur im Bereich des Einlaufbauwerkes den Parkplatz der Therme, so dass hier mit Sandsäcken und ähnlichen Mitteln die Ableitung in Richtung Stadtteich zum Schutz der Therme ermöglicht werden kann. Bei den Erdarbeiten wird auch die Sichtachse aus Richtung „Europakreuzung“ zur Therme verbessert, so dass man zukünftig das Gebäude komplett sieht und nicht den Eindruck hat, es stände in einer Baugrube. Nach dem Mutterbodenauftrag wird Gras angesät und auch der Bahndamm teilweise in die Grünflächengestaltung mit einbezogen. Mit punktuellen Bepflanzungen soll die Kurparkerweiterung auch landschaftsgestalterisch aufgewertet werden, so dass das Umfeld unserer „Ardesia-Therme“ an Qualität gewinnt.
Pressestelle
Stadtverwaltung Bad Lobenstein