2007-02-09 - Neues SOK-Kreisstraßenkonzept in Arbeit
Zur Sitzung des
Wirtschaftsausschusses des Kreistages am 30. Januar wurde den betreffenden
Kreistagsmitgliedern, zu denen auch einige Bürgermeister gehören, das neu
erarbeitete Kreisstraßenkonzept vorgestellt. Nach Abstimmung mit der zuständigen
Landesbehörde zur überwiegenden Abstufung von Landesstraßen zu Kreis- oder gar
Gemeindestraßen will auch der Landkreis im erheblichen Umfang bisherige
Kreisstraßen an die betreffenden Städte und Gemeinden weitergeben. Für diese
Verschiebung der Baulastträgerschaft, die natürlich mit der Verschiebung von
erheblichem finanziellem Aufwand einhergeht, erhalten die betreffenden Städte
und Gemeinden keine zusätzlichen Finanzmittel. Begründet wird dieser Prozess von
Landes-, aber auch Kreisseite mit den immer geringer werdenden Finanzmitteln und
der Tatsache, dass bei stetig schwindenden Einwohnerzahlen eine gleich bleibende
Verkehrsinfrastruktur nicht mehr finanziert werden kann. Da die Städte und
Gemeinden als letztes Glied in der Kette nichts mehr weiterreichen können, hat
Bürgermeister Oppel zu dieser Sitzung vorgeschlagen, bei den laufenden
Anhörungsverfahren mit den Städten und Gemeinden unbedingt zu klären, welche
Straßenabschnitte die „beschenkten“ Kommunen zukünftig überhaupt finanzieren
können, da anderenfalls ein kompletter Straßenrückbau die einzige Alternative
ist. Im Bereich der Stadt Bad Lobenstein stehen gemarkungsübergreifend die
Kreisstraße von Heinersdorf über Oberlemnitz in Richtung Friesau, die
Kreisstraße von Unterlemnitz nach Schönbrunn, die Kreisstraße von Helmsgrün nach
Neundorf, die noch Landstraße von der Lichtenbrunner Eisenbahnunterführung bis
Lichtenbrunn und die Kreisstraße von Bad Lobenstein bis Harra zur Disposition.
Die Mitglieder des Bauausschusses und des Haupt- und Finanzausschusses wurde
anhand des vorliegenden Planes über den Sachverhalt informiert und mitgeteilt,
dass die Stadtverwaltung bereits vor geraumer Zeit gegenüber dem Landkreis und
auch dem Freistaat mitgeteilt hat, dass eine Rückstufung der Straße von Bad
Lobenstein nach Lichtenbrunn auf Grund der Beziehung des Ortsteils zur
Kernstadt, aber auch der Pendlerströme in und aus Richtung Süden energisch
abgelehnt wird. Besonders kritisch ist auch die Rückstufung zwischen Harra und
Bad Lobenstein, da an dieser Straße einige zum Teil größere Firmen,
einschließlich des Kreisbauhofes, ansässig sind. Insofern wird es darauf
ankommen, in diesem komplexen Rückstufungsverfahren tragfähige Kompromisse zu
finden, so dass auch aus Sicht der Funktionalität des Winterdienstes, der
Rettungswegeverbindungen, des öffentlichen Nahverkehrs, der wichtigsten
Pendlerströme und der gewachsenen Gemeindestrukturen die wesentlichsten
Verbindungsstraßen ihre überörtliche Funktion zumindest als Kreisstraße
behalten.
Pressestelle
Stadtverwaltung Bad Lobenstein