In Bad Lobenstein stand die Wiege oder war die Wirkungsstätte bedeutender Persönlichkeiten:

Heinrich Albert ( 1604 - 1651 )

Komponist und Dichter, Sohn des Lobensteiner Amtsschössers Johann Albert, geboren am 8. Juli 1604, widmete sich, unterstützt durch seinen Vetter Heinrich Schütz, leidenschaftlich der Musik. Er schrieb den Text und die Melodie für das bekannte Lied "Ännchen von Tharau". Im Alter von erst 47 Jahren verstarb er am 6. Oktober 1651 als Domorganist in Königsberg. Ein Heinrich-Albert-Gedenkstein steht im Hain Bad Lobensteins.

Georg Andreas Sorge ( 1703 - 1778 )

namhafter Komponist, Organist und Musikschriftsteller seiner Zeit. Er wurde am 21.03.1703 in Mellenbach geboren und verbrachte die meiste Zeit seines Lebens seit 1721 in Lobenstein. Er hat sich als Verfasser musiktheoretischer Schriften einen bedeutenden Ruf erworben. Mit vielen Musikkollegen seiner Zeit stand er im Briefwechsel, so u.a. auch mit Philipp Telemann. Am 04.04 1778 verstarb Sorge in Lobenstein.

Christian Gottlieb Reichard ( 1758 - 1837 )

bekannt als Kartograph, Geograph und Stadtschreiber wurde am 26. Juni 1758 in Schleiz geboren. Er studierte in Leipzig Jura und beschäftigte sich in seiner Freizeit intensiv mit Kartographie und Geographie und galt bald als einer der Größten dieser Wissenschaft. Er konstruierte 1797 einen ersten Globus und seine Weltkarten zeichneten sich durch große Exaktheit aus. Am 9.Januar 1783 wurde er im Alter von 25 Jahren feierlich in das Amt des Stadtschreibers zu Lobenstein eingesetzt und 1805 zum Stadtsyndikus benannt. Er leistete in diesem Amt eine auch vom Fürsten Reuss hochgeschätze Arbeit. Er starb am 11.09.1837 in Lobenstein.

Dr. Hermann Aschenbach ( 1830 - 1893 )

geboren in Jena, ließ sich 1860 als praktischer Arzt, Wundarzt und Geburtshelfer in Lobenstein nieder. Kurz darauf wurde er aufgrund seiner Verdienste zum Gerichtsarzt berufen. Dem Elan dieses angesehenen Arztes ist die Gründung des Eisenmoorbades 1864-1868 zu verdanken. Er scheute keine Opfer und keine Mühe, das Bad vorwärts zu bringen. Jedoch gelang es ihm in der wirtschaftlichen Notlage Lobensteins nicht, den Kurbetrieb auf sichere Grundlagen zu stellen. Er starb am 21.08.1893 in Jena und wurde in Lobenstein bestattet. Seinen Grabstein mit der Aufschrift Dr. med. Franz, Hermann Aschenbach Begründer des Moorbades Lobensteins findet man auf dem Lobensteiner Friedhof.

Christian Teich (1843 – 1920)

Geboren am 07. November 1843, gestorben am 23. August 1920.

Sein Vater war Friedrich Teich, Stadtschreiber und Chronist, Gründer des „Anzeiger für Lobenstein-Ebersdorf“.
Von ihm übernahm Christian Teich 1858 die Druckerei (ehem. Fleck´sche Druckerei), gründete 1864 eine Buchhandlung am Markt.
1880 übernahm er die Redaktion der Druckerei, deren Auflage stetig wuchs, so daß 1882 die Zeitung im ganzen Fürstentum verbreitet war und deshalb in „Reußische Landeszeitung umbenannt wurde.
Christian Teich setzte seine ganze Kraft ein, um Lobenstein an das Bahnnetz anzuschließen, wobei die Zeitung ihm ein willkommener Helfer war.
1897/1898 übernahm er das Kurhaus in der Parkstraße, das unter seiner Regie ständig erweitert, verbessert, erneuert wurde.
Der Lohn dafür war die wachsende Beliebtheit Lobensteins als Badeort.