Neubau Bushaltestelle am Schulzentrum

Vor zirka zehn Jahren setzte die Diskussion darüber ein, in Bad Lobenstein Grund- und Regelschule, Gymnasium und Musikschule und nicht zuletzt auch Sporteinrichtungen an einem Standort zu konzentrieren.
Für das Vorhaben in Bad Lobenstein gab es im Januar 2014 eine gemeinsame Schulkonferenz von Gymnasium, Regel- und Grundschule, bei der ein Konsens erreicht werden konnte. Somit war der Weg frei, um Anfang Februar 2014 die Projektgruppe "Neubau und Erweiterung des Schulzentrums Bad Lobenstein" ins Leben zu rufen.
Als Standpunkt des Schulzentrums wurden die Flächen in der Karl-Marx-Straße favorisiert, da dort bereits die Grundschule, das Gymnasium und die Gebäude der Michaelisschule (Förderschule) vorhanden waren.
Beim Bau des Schulzentrums erfolgte der Neubau der Grundschule, der Bau einer Mensa mit Mediathek und der Umbau sowie die Erweiterung der bestehenden Grundschule zur Regelschule.
Im Hinblick auf die konzentrierte Ansiedlung der Vielzahl von Schulen und Schulformen und dem einhergehenden Verkehrsaufkommen ist das Verkehrskonzept im Bereich des neu entstehenden Schulzentrums verkehrsrechtlich zu überarbeiten.
Schon vor der Erweiterung des Schulzentrums traten immer wieder Probleme hinsichtlich der Verkehrssicherheit auf Grund des Schüler- (Hol - und Bringeverkehr), des Schulbusverkehres, Angestelltenverkehrs und des Individualverkehres auf.
Durch die Stadt Bad Lobenstein in Zusammenarbeit mit dem Schulamt und den Schulleitern erfolgte die Erarbeitung eines Konzeptes zur Strukturierung des Verkehrs in der Karl-Marx-Straße.
Das Konzept sah folgende Punkte vor:

  • Die Karl-Marx-Straße wird ab dem Abzweig Am Sportplatz in Richtung Erst-Thälmann-Straße Einbahnstraße.
  • Die vorhandenen PKW-Stellplätze werden zur zentralen Haltestelle mit drei Haltepunkten für alle Schulen ausgebaut.
  • Die entfallenen Stellplätze werden teilweise als Kurzzeitparkplätze vor dem Gymnasium in den Verkehrsraum integriert.
  • Die zurzeit vorhandenen Bushaltestellen in der Karl-Marx-Straße vor der Grundschule und in der Ernst-Thälmann-Straße entfallen.

Mit Umsetzung dieser Maßnahmen erfolgt eine merkliche Verkehrsberuhigung in der Karl-Marx-Straße. Infolge durch den nur noch einbahnigen Richtungsverkehr und die Herausnahme der Schulbusse aus dem Verkehrsraum über die rückliegende Haltebucht wurde weiterhin eine geordnete Verkehrsführung vor den einzelnen Schulgebäuden und im gesamten Straßenverlauf erlangt.
Mit Umsetzung des Konzeptes wurde erreicht, dass der Busverkehr für alle Schulen auf einen zentralen Bereich gebündelt wird.
Die barrierefreie Gestaltung ermöglicht es auch Schülern mit Beeinträchtigungen aus den Förderschulen die Schulbusse bzw. private Fahrdienste zweckmäßiger und bequemer zu benutzen.
Zur Umsetzung des Vorhabens o. g. wurde mit der Anmeldung des Bedarfs an Zuwendungen nach der ÖPNV-Richtlinie vom 06.11.2015 der erste Schritt getan.
Am 28.04.2014 erfolgte die Antragsstellung auf Gewährung einer Zuwendung nach ÖPNV-Richlinie, welcher zum Zuwendungsbescheid vom 09.11.2016 führte. Auf Grundlage des zugestimmten vorzeitigen Vorhabensbeginn wurden mit den Leistungen zur Änderung der Verkehrsführung im Oktober 2016 begonnen. Die baulichenen Leistungen zur Herstellung der 3 neuen Haltestellen erfolgte 28.03.2017 endete am 13.10.2017 mit der Abnahme.
Als Fazit ist festzuhalten, dass mit der Umsetzung der Maßnahme die aus der Planung angestrebten Zielstellungen und Vorgaben zur Barrierefreiheit erreich worden sind. Die Maßnahme wird durch den Freistaat Thüringen mit einer Zuwendungsquote von 80 % über das Förderprogramm „Investitionen im öffentlichen Personennahverkehr“ gefördert.
Die Gesamtausgaben beliefen sich auf ca. 160.000 €